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Beleuchtung

Eine gute Beleuchtung ist wichtige Vorraussetzung einer ertragreichen Ernte. Cannabis benötigt sehr viel Licht - mindestens 30.000 Lumen/Quadratmeter. Je intensiver das Licht, desto mehr und größere Blüten bilden sich im Verhältnis zu den Blättern und umgekehrt. Genauso wichtig wie die Intensität des Lichts ist sein Farbspektrum. In der Wachstumsphase wird besonders viel blaues Licht benötigt, in der Blütephase rotes. Ebenso spielt die Dauer der Beleuchtung eine grosse Rolle. Während die Beleuchtungszeit im Wachstum 18 Stunden beträgt, wird in der Blütephase auf 12 Stunden heruntergefahren. So ahmt man den Jahreszeitenwechsel der Natur nach.
Für Stecklinge und Jungpflanzen eignet sich am besten eine Stecklingsarmatur oder Leuchtstoffarmatur. Sie entwickelt kaum Wärme und wird nur wenige Zentimeter über den Hanfpflanzen angebracht. Zur Anzucht eignen sich auch Metallhalogendampflampen (MH-Lampen) wegen ihres hohen Blauanteils. Für die Blüte eignen sich wegen ihres hohen Rotanteils am besten Hochdrucknatriumdampflampen (HPS-Lampen). Als optimal haben haben sich eine oder mehrere 400W Lampen bewährt, da sie das Licht besser verteilen als eine beispielsweise eine einzige 1000W Lampe und zudem wesentlich weniger Wärme erzeugen. Besonders empfehlenswert, weil speziell von Phillips für den Gartenbau entwickelt, ist die SON-T-AGRO. Sie ist sowohl für die Wachstums- als auch für die Blütephase geeignet. Nach einem Jahr professionellem Einsatz sollte das Leuchtmittel gewechselt werden, da die Leistung sich nun um ca. 25% verringert hat. Das bedeutet natürlich auch, dass der Ertrag um etwa 25% sinkt.
Es empiehlt sich, die Pflanzen nicht in geraden Reihen aufzustellen, sondern versetzt, damit die Blätter sich so wenig wie möglich gegenseitig verdecken und so die Photosynthese stören. Zu Beginn der Blütephase sollte also jeder Pflanze genügend Freiraum geschaffen werden, damit auch untere Knospen nicht in Schattenzonen stehen. Zusätlich wird so die Gefahr von Schimmelbildung verringert. Wenn trotzdem in der Blüte Blätter und Triebe im Schatten stehen, sollten diese entfernt werden, damit gut beleuchtete Teile der Pflanzen sich besser entwickeln können.
Beim Einsatz von 400W Lampen sollte der Abstand zu den Blütenspitzen 30-40cm betragen, bei 600W Lampen 50-60cm. Man sollte die größeren Pflanzen in die äusseren Beleuchtungszonen stellen und die kleineren in die Mitte, um Schattenbildung zu vermeiden. Da sich in der Natur die Sonne ja bewegt, wärend im Growraum die Lampe in der Regel nur an einer Stelle hängt, entwickeln sich die direkt unter der Lampe stehenden Pflanzen stets besser als die äusseren. Daher sollten die Cannabispflanzen regelmäßig umgestellt werden, um so ihre Größenunterschiede ausgleichen zu können. Die Wände des Growraums sollten weiß sein, oder mit einer weißen Folie bespannt werden, um das Licht optimal zu reflektieren.

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