Hanf-Anbau Ernte
Die Hanf Ernte
Eure Hanfpflanzen haben sich prächtig entwickelt und Ihr wollt nun die Ernte einfahren? Hier mal ein paar Merkmale, an denen sich der richtige Erntezeitpunkt beim Hanf-Anbau erkennen lässt.
- Gelbfärbung der Blätter
- der Hauptstiel wird breiter
- tiefrote Blütenstempel
- satte Bernsteinfarbe des Harzes
Wenn Ihr Euer Cannabis früher erntet, schmeckt es milder und hat eine schwächere Wirkung als später geerntete Blüten. Die Entscheidung liegt bei jedem selbst, das sicherste Zeichen des richtigen Erntezeitpunktes ist die Rotfärbung der Blütestempel. Wenn die Blütenstempel noch völlig weiß sind, ist es noch zu früh für die Ernte. Sind nur noch 50 - 70 Prozent der Blütenstempel weiß, kann man so langsam ans Ernten denken. Ist der Großteil rot, haben die Pflanzen fertig geblüht, und man kann zur Ernteschere greifen (gibts in jedem guten Growshop).
Die Trocknung der Cannabis Pflanzen
Hier können noch sehr viele Fehler gemacht werden und wenn man nicht sorgsam handelt, kann man sich jetzt noch die gesamte bisherige Arbeit ruinieren. Das Trocknen hat also entscheidenden Einfluss auf die Qualität des fertigen Grases. Das Cannabis muss langsam getrocknet werden, damit das Chlorophill abgebaut wird - dadurch geht der kratzige Geschmack verloren und die aktiven Substanzen werden in THC (Tetrahydrocannabinol) umgewandelt.
Die Hanfpflanzen werden kopfüber (damit weiterhin die Restflüssigkeit zirkulieren kann) aufgehangen ohne dass sich die Cannabispflanzen berühren und zwar in einem dunklen Raum, damit keine Photosynthese mehr stattfinden kann. Die großen Blätter können ruhig schon entfernt werden - das erspart Arbeit, da es in diesem Stadium etwas einfacher ist. Die kleineren Blätter rollen sich nach 2 Tagen leicht ein. Je langsamer die Cannabispflanzen getrocknet werden, desto mehr Chlorophill kann nun noch verbraucht und in Zucker umgewandelt werden. Die Temperatur des Trocknungsraumes sollte 18 Grad (Thermometer) nicht übersteigen und die Luftfeuchtigkeit sollte unter etwa 70% liegen, damit ein zu schnelles Austrocknen vermieden wird (Drybox).
Nach etwa 2 Wochen sind die Blätter trocken und brüchig, während die Stängel weiterhin biegsam und die Blüten geschmeidig sind. Jede unnötige Bewegung der Hanfpflanzen sollte vermieden werden, da die Harzdrüsen bei der geringsten Berührung abfallen. Der richtige Trockenzustand ist erreicht, wenn die Pflanze elastisch und klebrig ist und dabei rauchbar. Zerbröseln die Blüten zu Staub und sind die Stiele brüchig, war die Trocknung zu lang. Das Gras soll im Idealfall mild und fruchtig schmecken. Schmeckt es hingegen bitter und kratzig, wurde es zu schnell getrocknet und das Chlorophill hat sich nicht ausreichend abgebaut.
Sollte der Trockenraum zu feucht sein (Achtung: Schimmelbildung!), ist ein Luftentfeuchter zu empfehlen. Um Schimmel vorzubeugen, sollten außerdem zu große Buds in kleinere geteilt werden. Sind die Pflanzen trocken genug, werden die Blätter und Stiele entfernt. Über einem Sieb werden die einzelnen Blütenstände abgeschnitten. Die großen Blätter werden entsorgt, während die kleinen harzigen getrennt aufbewahrt werden - aus ihnen kann man (z.B. mit einem Pollinator oder der Pollenschleuder) hervorragendes Haschisch gewinnen.
Bei der Lagerung der Cannabis Blüten muss man wissen, dass Sauerstoff, Licht und Wärme den Abbau der psychoaktiven Substanzen fördert. Die Blüten verfügen immernoch über eine gewisse Restfeuchtigkeit und werden in einem luftdichten Behälter gelagert. Dieser wird täglich gelüftet - und zwar so lange, bis das Marihuana nicht mehr nach Chlorophill riecht. Auf keinen Fall sollte das Cannabis an frischer Luft gelagert werden, da sonst in diesem Fall die Qualität stark leiden würde. Nach 2 Wochen Fermentierung ist das Gras zwar rauchfertig, allerdings dauert es noch um einiges länger, bis sich seine Zusammensetzung nicht mehr ändert.

