Niederlande: Patient darf Cannabis anbauen
Der Hohe Rat der Niederlande, das höchste Gericht des Landes, hat einem an multipler Sklerose erkranktem Paar das Recht eingeräumt, Cannabis für die Eigenversorgung mit Medizin anzubauen. Es bestätigte damit eine Entscheidung aus dem Jahr 2006.
Damals hatte ein Berufungsgericht zum Schrecken der Regierung und der Staatsanwaltschaft beschlossen, dass das Betäubungsmittelgesetz des Landes nicht angewendet werden dürfe, wenn eine medizinische Notwendigkeit zur Behandlung mit Cannabis besteht. Das Gericht akzeptierte die Argumentation der Patienten, dass sie Marihuana aus Coffeeshops nicht verwenden könnten, da dieses oft mit Pilzsporen und Bakterien belastet sei.
Welchen Einfluss die Entscheidung auf die Verfahren weiterer Patienten hat, ist indes unklar.
Mehr zum Thema
Informationen aus dem DrugWar Chronicle Nr. 552 “Dutch Supreme Court Says Patient Can Grow Marijuana for Therapeutic Use”
Belastung von Coffeeshop-Cannabis mit Schimmel und Bakterien
Quelle: hanfverband.de





Aus medizinischer Sicht ist es für einen MS Erkrankten schon von Vorteil wenn er sich die Schmerzen damit lindern kann. Warum sollte er sich dann das Cannabis nicht anbauen. Eine heilende Wirkung hat es nicht aber eine dämpfende und das ist doch das was man einem MS Erkrankten sicherlich gönnt. Gesetze hin oder her. Für medizinische Zwecke macht es Sinn.