Über Drogentests auf Cannabis und wie sie verfälscht werden können (TEIL II)
Mögliche Ursachen für positive Tests ohne Drogenkonsum
Werden THC oder seine Abbauprodukte nachgewiesen, so behaupten die Betroffenen gelegentlich, sie hätten Lebensmittel auf Hanfbasis konsumiert oder seien passiv Cannabisrauch ausgesetzt gewesen. In den 90er Jahren wies vor allem Hanföl nicht selten so hohe THC-Konzentrationen auf, dass nach dem Konsum solcher Produkte Tests auf THC positiv ausfielen. Allerdings haben die Hersteller darauf reagiert, und die heutigen Produkte enthalten so geringe THC-Mengen, dass solche Behauptungen heute im Allgemeinen nicht mehr glaubhaft sind. Zudem müsste der Betroffene angeben, welches Produkt er in welchen Mengen verwendet hat, und ein Schwindler wird spätestens dann als solcher entlarvt, wenn die THC-Konzentrationen im Produkt nicht zu den nachgewiesenen Konzentrationen in einer biologischen Flüssigkeit passen. Passiver Cannabiskonsum kann zu nachweisbaren THC-Konzentrationen in Blut und Urin führen, allerdings nur unter extremen Bedingungen und für eine vergleichsweise kurze Zeit. Eine solche extreme Bedingung liegt beispielsweise vor, wenn ein Autofahrer mit drei Personen, die während der Heimfahrt aus den Niederlanden Cannabis konsumierten, unterwegs ist, da wegen des geringen Gesamtluftvolumens im Auto eine so hohe THC-Konzentration entstehen kann, dass auch der nicht konsumierende Fahrer nachweisbare THC-Mengen passiv inhalieren konnte. Behauptungen, der THC-Nachweis beruhe auf Hanflebensmitteln oder Passivkonsum werden heute im Allgemeinen als unglaubwürdige Schutzbehauptungen betrachtet, auch wenn dies im Einzelfall zutreffen kann…. Weiterlesen
Quelle: www.hanfjournal.de

